"Gesundheit ist die Fähigkeit lieben und arbeiten zu können."

S. Freud

Herzlich willkommen auf der Website des FrauenGesundheitsZentrums Salzburg.

Wir möchten Sie in der Erhaltung oder Wiedererlangung Ihrer Gesundheit unterstützen –
mit persönlicher Beratung und mit Bildungsangeboten.

 

Stellungnahme des Netzwerks der österreichischen Frauengesundheitszentren zur Muttertagsaktion
"Tutti kompletti" des Radiosenders Kronehit, Freitag, 05. Mai 2017

Das Netzwerk der Frauengesundheitszentren Österreichs tritt entschieden gegen die Aktion „Kronehit Tutti kompletti“ auf. Es lehnt sowohl den Inhalt der Aktion als auch das Vorgehen von Kronehit ab und stellt fest:
Idee, Titel, Text und Grafik sind sexistisch, fördern ein gesundheitsschädliches Körperbild und verharmlosen chirurgische Eingriffe.

Im Rahmen der Aktion „Tutti kompletti“ sucht der private Radiosender Kronehit eine Tochter und eine Mutter, die sich für ein Honorar von 5000 Euro ihre Brüste operieren lassen und Bild-, Film- und Tonaufnahmen, Studiobesuchen und PR-Terminen zustimmen (www.kronehit.at/home/tutti-kompletti/teilnahmebedingungen-tutti-kompletti/).

Auf der Website (www.kronehit.at/home/tutti-kompletti/) spricht Kronehit Töchter an. Direkt neben diesem Aufruf ist ein Anmeldebutton platziert.

„Du willst neue Brüste für dich und deine Mutter?
Wir wollen dich und deine Mum auf dem Weg zur neuen Oberweite begleiten!
Mach jetzt mit und schick uns ein Foto von dir und deiner Mama! Melde dich jetzt gleich an.“

Der private Radiosender will die Werbebeschränkung für Schönheitsoperationen (ÄsthOpG, § 8, Absatz 5, www.ris.bka.gv.at/GeltendeFassung.wxe?Abfrage=Bundesnormen&Gesetzesnummer=20007939) umgehen.
Er bezeichnet daher seine Aktion "Tutti kompletti" als "soziales Experiment" und "kein Gewinnspiel".

Aktionen dieser Art stellen eine massive Verharmlosung von medizinisch nicht notwendigen chirurgischen Eingriffen dar. Sogenannte Schönheitsoperationen bergen Risiken und Komplikationen. Hier aber wird Frauen suggeriert, dass es sich um Wellness-Angebot handle, um harmlose Körperoptimierung, einen schnellen Weg zum Glück.

Die Körper von Mädchen und Frauen werden immer stärker Normierungen ausgesetzt, die von Wirtschaft und Medien vorgegeben werden. Abweichungen in Form und Maß gelten als nicht gesellschaftsfähig oder sogar krank. Am Computer bearbeitete Fotos von Frauen in den Medien zeigen Frauen eine Welt, in der ihre Körper als Ware gelten, perfekte Schönheit jederzeit machbar ist und frau selbst schuld ist, wenn sie nicht den standardisierten Idealen entspricht. Dies gilt auch für die „Tutti kompletti“-Grafik.

Frauengesundheitszentren bieten Frauen und Mädchen unabhängige und stärkende Information und Beratung auch zu Fragen rund um Körperlichkeit und Schönheitsideale und fordern Respekt für die Vielfalt von Körperformen.

Netzwerk der österreichischen Frauengesundheitszentren
www.frauengesundheit.at 

Das Projekt SALUS und das FrauenGesundheitsZentrum Salzburg laden ein zum Vortrag und Diskussion!

Inhalte: Welche Ursachen und Formen der Beschneidung gibt es? Wie sieht der rechtliche Rahmen in Österreich aus? Welche (körperlichen, seelischen) Auswirkungen und Komplikationen können aufgrund von Beschneidungen auftreten? Gesprächsstrategien/Umgang mit Frauen, Mädchen und Familien? Wirksame Präventionsstrategien?

Referent: Dr. med. Hassan Ibrahim, Gynäkologe i.A. in Klagenfurt (Khs), Mitarbeit in verschiedenen FGM-Projekten, stammt aus Somalia
Termin: Samstag, 13.05.2017, 10:00 bis 13:00 Uhr
Ort: ABZ - Haus der Möglichkeiten, Kirchenstraße 34, 5020 Salzburg

Moderation: Dipl.Psych. Ursula Liebing,
Frau & Arbeit/Projekt SALUS

Die Veranstaltung richtet sich an Personen, die im Rahmen ihrer beruflichen Tätigkeit mit betroffenen Frauen und Mädchen in Kontakt kommen und soll Information und Austausch ermöglichen.

Anmeldungen und Rückfragen bitte an:
Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!
oder unter der Tel.: 0664/24 780 71

Zur Einladung...

 

Informativer Artikel aus der aktuellen Ausgabe von "Gute Pillen - Schlechte Pillen" 5/2016

Wenn es um alltägliche Konsumtrends geht, wie die schärfste Pizza oder das coolste Bier, baut die Werbeindustrie längst auf persönlich formulierte Empfehlungen, die umtriebige BloggerInnen im Internet propagieren. Das bedeutet: ein Zusatzeinkommen für die einen - und für die anderen eine zielgruppentypische Reichweite.

zum vollständigen Artikel "Empfohlen von der Bloggerin - wie Schleichwerbung im Internet funktioniert"

(Quelle: "Gute Pillen - Schlechte Pillen" Nr. 5 September/Oktober 2016)

Der Vortrag beschäftigt sich mit der Entwicklung und Symptomatik verschiedener Essstörungen, zeigt Ursachen und Hintergründe auf und vermittelt Strategien im Umgang mit dieser Problematik.
Wie kann ich Betroffenen helfen und auch als Angehöriger mit dieser Erkrankung besser umgehen? Wie kann ich selbst präventiv Einfluß nehmen?
Die referierten Inhalte fördern eine vertiefte Auseinandersetzung mit dem Thema
Schönheit, Ernährung und Rollenbilder sowie die Reflexion des eigenen Essverhaltens.

Referentin: Mag.a Verena Sommerhuber-Pfeiffer
Termin: Dienstag, 27.06.2017 um 18:30 Uhr (neuer Termin!)
(Den Termin am Dienstag, 30.05.2017 um 18:30 Uhr müssen wir leider absagen.)
Ort: FrauenGesundheitsZentrum Salzburg, Ferdinand-Hanusch-Platz 1 / 2. Stock (AVA-Hof)
Beitrag: =kostenloses Angebot=

Anmeldungen erbeten unter 0662/44 22 55 oder Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!

(Foto: iStock)

Auch für Burschen - Gesundheit ist nicht nur für Mädchen ein wichtiges Thema!

Salzburger Gesundheitsförderungsprojekt von Männerbüro und FrauenGesundheitsZentrum Salzburg bietet Workshops für Burschen und Mädchen zeitgleich und inhaltlich abgestimmt an

Was haben die erste Regel und der erste nächtliche Samenerguss gemeinsam? Sie gelten im Biologieunterricht  als wichtiges körperliches Zeichen der Geschlechtsreife. 
Aber können diese beiden Ereignisse im jeweiligen Erleben eines Mädchens oder eines Burschens gleich gesetzt werden? 
Was beschäftigt Burschen und Mädchen in diesem Alter und wie erfahren sie, was in dieser Lebensphase hilfreich sein kann? 
Die gendersensiblen Workshops sind bei  folgenden Themen hilfreich: Weiblichkeit, Männlichkeit, Körperwahrnehmung, Essstörungsprävention (zunehmend sind auch Burschen davon betroffen), geschlechtsspezifische Schönheitsideale, Gewaltprävention, Gesundheitsförderung, Sexualität, Aufklärung, Beziehungen, Selbstbestimmung.
Alle diese Themen betreffen Burschen und Mädchen gleichermaßen, aber eben auf unterschiedliche Weise. Das Projekt macht es auch möglich „voneinander etwas zu erfahren“ ohne direkt und persönlich fragen zu müssen.

Das „FrauenGesundheitsZentrum (FGZ) Salzburg“ und das „Männerbüro und Männerberatung Salzburg“ bieten dieses Jahr in enger Zusammenarbeit Workshops zum Thema „Gesundheitsförderung für Mädchen und Burschen“ an.
Dank der Projektfinanzierung des „Salzburger Gesundheitsförderungsfonds“ können diese Workshops ohne Kostenbeitrag von den Schulen gebucht werden!