Auch für Burschen - Gesundheit ist nicht nur für Mädchen ein wichtiges Thema!

Salzburger Gesundheitsförderungsprojekt vom Institut für Männergesundheit und FrauenGesundheitsZentrum Salzburg bietet Workshops für Burschen und Mädchen zeitgleich und inhaltlich abgestimmt an

Was haben die erste Regel und der erste nächtliche Samenerguss gemeinsam? Sie gelten im Biologieunterricht  als wichtiges körperliches Zeichen der Geschlechtsreife. 
Aber können diese beiden Ereignisse im jeweiligen Erleben eines Mädchens oder eines Burschens gleich gesetzt werden? 
Was beschäftigt Burschen und Mädchen in diesem Alter und wie erfahren sie, was in dieser Lebensphase hilfreich sein kann? 

Die gendersensiblen Workshops sind bei  folgenden Themen hilfreich: Weiblichkeit, Männlichkeit, Körperwahrnehmung, Essstörungsprävention (zunehmend sind auch Burschen davon betroffen), geschlechtsspezifische Schönheitsideale, Gewaltprävention, Gesundheitsförderung, Sexualität, Aufklärung, Beziehungen, Selbstbestimmung.
Alle diese Themen betreffen Burschen und Mädchen gleichermaßen, aber eben auf unterschiedliche Weise. Das Projekt macht es auch möglich „voneinander etwas zu erfahren“ ohne direkt und persönlich fragen zu müssen.

Das „FrauenGesundheitsZentrum (FGZ) Salzburg“ und das „Institut für Männergesundheit“ bieten 2019 in enger Zusammenarbeit Workshops zum Thema „Gesundheitsförderung für Mädchen und Burschen“ an.
Dank der Projektfinanzierung des „Salzburger Gesundheitsförderungsfonds“ können diese Workshops ohne Kostenbeitrag von den Schulen gebucht werden!

Mag.a Aline Halhuber-Ahlmann, Geschäftsführerin des FrauenGesundheitsZentrums Salzburg formuliert ihre Bedenken:
„Christiano Ronaldos Körperkult wirkt auf Burschen ähnlich gefährdend, wie ‚Germany‘s Next Top Model‘ auf Mädchen. Für das Selbstbewusstsein Jugendlicher ist es fatal sich mit Menschen zu vergleichen, die dem Körperkult mit nahezu religiösem Eifer folgen. Den Mädchen sagen wir das bereits sehr deutlich , individuell und  auch in der Öffentlichkeit – leider nicht immer mit Erfolg. Auch die Burschen brauchen Unterstützung sich selbst so zu akzeptieren, wie sie sind.“

Mag. Eberhard Siegl, Leiter des Instituts für Männergesundheit Salzburg, geht von der Zukunft aus, die Jugendlichen einmal erwartet: „Wir sehen in unseren Beratungen oft, dass Männer ihren Körper ausbeuten, um im Beruf bestehen zu können. Dieser Trend ist aber auch zunehmend bei Frauen zu sehen. Mit unserem Projekt möchten wir dem jetzt schon vorbeugen. Ich freue mich, dass wir mit dem FGZ Salzburg zusammenarbeiten und viel Neues lernen können!“

Zum Projekt-Hintergrund:

Das Institut für Männergesundheit und das FrauenGesundheitsZentrum führen seit Jahren kompetent geschlechtsspezifische Workshops für Mädchen und Burschen durch. Mädchen und Burschen durchleben gerade in der Pubertät schwierige Entwicklungsphasen, die erheblichen Einfluss auf ihre Gesundheit und vor allem auch auf ihr Gesundheitsverhalten aufweisen. Wir berücksichtigen im Projekt „Gesund zurück in die Zukunft“, dass es zwischen den Geschlechtern enorme Unterschiede gibt, sowohl hinsichtlich der Themen, als auch der unterschiedlichen Umgangsweisen.
Mädchen haben etwa beispielsweise ein höheres Risiko Essstörungen zu entwickeln, hingegen neigen Burschen eher zu einem gesundheitsgefährdeten Risikoverhalten oder auch zu Gewalthandlungen.
Das Projekt führt diese unterschiedlichen „Gesundheitswelten“ zusammen und ermöglicht durch die Kooperationen Einsichten und auch Wissensaustausch zwischen den Geschlechtern durch die jeweiligen Referent*innen.

Zielsetzungen der Workshops:

  • Burschen zu einem partnerschaftlichen Beziehungsleben ermutigen und mit Mädchen selbstbestimmte und aktive Partnerschaftsmodelle erarbeiten (Beziehung und Sexualität)
  • Jugendlichen die Gelegenheit geben, in einem geschützten Rahmen und an ihren jeweiligen Themen zu arbeiten
  • Lehrer*innen entlasten, indem wir die „heißen“ Themen aufgreifen, die eher mit schulfremden Personen besprochen werden können. (Fragen zu Sexualität, Riskanten Verhaltensweisen, Esstörungen,…)
  • Gesundheitsfördernde Strategien vermitteln, die Jugendliche stärken, um kränkenden Einflüssen etwas entgegensetzen zu können (Salutogenese)
  • Wissen, Erfahrung und Handlungsalternativen steigern die Selbstwirksamkeit Jugendlicher
  • Bewusstmachen der Ressourcen und der Fähigkeiten junger Frauen und Männer (Empowerment)

Aus diesem Grund bieten wir unterschiedliche Workshops zu den Themen:

  • Weiblichkeit
  • Männlichkeit
  • Körperwahrnehmung, Essstörungsprävention, Schönheitsideal
  • Gewaltprävention und Mobbing
  • Gesundheitsförderung
  • Sexualität, Aufklärung, Beziehungen, Selbstbestimmung
  • Bewusster Umgang mit Risiko, Risikokompetenz

Bei den Workshops wird parallel mit den Mädchen und Burschen als eigene Gruppe gearbeitet,
die Workshops dauern 3 Stunden (EH) und sind kostenfrei!

Für weitere Informationen stehen wir Ihnen gerne zur Verfügung:
Mag.a Aline Halhuber-Ahlmann, FrauenGesundheitsZentrum Salzburg, Alpenstraße 48 / 1. Stock, 5020 Salzburg
Telefon: +43-(0)662/44 22 55, Handy + 43 650 / 82 17 800, E-Mail: a.halhuber@fgz-salzburg

Die Workshops können vereinbart werden bei:
Astrid Huttacher, FrauenGesundheitsZentrum Salzburg, Alpenstraße 48 / 1. Stock, 5020 Salzburg,
Telefon: +43-(0)662/44 22 55, E-Mail: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!

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(Bild: www.pixabay.com)