Aufklärung, Bewusstseinsbildung und Unterstützung bei weiblicher Genitalverstümmelung


Projektinformation:

Das Projekt „INTACT - Aufklärung, Bewusstseinsbildung und  Unterstützung bei weiblicher Genitalverstümmelung“ wird vom
Frauengesundheitszentrum FEM Süd
(Institut für Frauen- und Männergesundheit)
in Kooperation mit dem
Linzer Frauengesundheitszentrum
und dem
FrauenGesundheitsZentrum Salzburg
durchgeführt.

Female Genital Mutilation/Cutting (FGM/C) ist eine Form geschlechtsspezifischer Gewalt gegen Frauen und Mädchen mit gravierenden langfristigen gesundheitlichen Folgen. Weibliche Genitalverstümmelung ist in Österreich gesetzlich verboten,
sie erfüllt den Tatbestand schwerer Körperverletzung und gilt als grobe Menschenrechtsverletzung.
Im Frauengesundheitszentrum FEM Süd werden betroffene und bedrohte Mädchen und Frauen seit mehr als 10 Jahren von Gesundheitsexpertinnen unterstützt. Aufgrund der steigenden Nachfrage – auch außerhalb Wiens - soll im vorliegenden Projekt eine Ausbildung von Peers nach dem Modell des EU-Projekts CHANGE plus erfolgen.

Ziele des Projektes:

Die Verbesserung der gesundheitlichen Situation von Frauen und Mädchen, die von weiblicher Genitalverstümmelung betroffen sind sowie der Schutz von bedrohten Mädchen stehen im Mittelpunkt des Projekts INTACT. Um diesen Frauen und Mädchen bestmögliche Unterstützung zukommen zu lassen, ist es notwendig, kompetente Beraterinnen auszubilden.

Maßnahmen im Projekt:

In Wien sowie in Linz bzw. Salzburg werden in Zusammenarbeit mit den Frauengesundheitszentren vor Ort zwei Gruppenschulungen (mit 12 bis 24 Teilnehmerinnen) durchgeführt.
Gesucht wurden dafür Frauen mit Sprach- und Kulturkompetenzen und Zugang zu relevanten Communities, die sich für die Bekämpfung weiblicher Genitalverstümmelung engagieren wollen und zeitliche Ressourcen zur Verfügung haben.

Das Trainingsprogramm begann im Spätherbst 2018 in einem Umfang von 50 Unterrichtseinheiten. Nach Abschluss des Trainingsprogramms ist es für 2019 geplant, dass Beratung und Begleitung für betroffene Frauen und Mädchen durch die Multiplikatorinnen erfolgt.  Außerdem sollen Informationsveranstaltungen umgesetzt werden, um Bewussteinsbildung und Sensibilisierung für das Thema weibliche Genitalverstümmelung zu stärken. Die Ausbildung ist kostenlos, für die Teilnahme und Aktivitäten der Peers sind Aufwandsentschädigungen bzw. Honorare vorgesehen.

Das Projekt wird gefördert vom Bundesministerium für Europa, Integration und Äußeres

Kontakt Salzburg:
Mag.a Aline Halhuber-Ahlmann
FrauenGesundheitsZentrum Salzburg 0662/ 44 22 55
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Kontakt Wien:
Umyma Eljelede, Bakk.a
Frauengesundheitszentrum FEM Süd 01/60191-5201
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Kontakt Linz:
Mag.a Friederike Widholm
Linzer Frauengesundheitszentrum 0732/774460
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